Ehrenamtskarte NRW - Steuerfreibetrag für Engagierte

Förderung gemeinnütziger Arbeit durch Gewährung von Steuervergünstigungen

Der Bundesrat hat am 21. September 2007 das Gesetz zur weiteren Förderung des bürgerschaftlichen Engagements verabschiedet. Hiermit ergibt sich für bürgerschaftlich Engagierte die Möglichkeit eines Steuervorteils, da rückwirkend ab 01.01.2007 ein Freibetrag bei der Einkommenssteuer-Erklärung eingeführt wurde. Dieser Freibetrag findet nur dann Anwendung, wenn für die ehrenamtliche Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung gezahlt wurde. In dem Fall sind 500 Euro im Jahr steuerfrei. Wer die Aufwandspauschale in Anspruch nimmt, kann allerdings nicht zusätzlich noch Aufwandsentschädigungen aus öffentlichen Kassen bekommen, auch nicht den Übungsleiterfreibetrag.

Darüber hinaus sind in dem „Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements" folgende Regelungen getroffen worden:

Der Übungsleiterfreibetrag wird von 1848 Euro auf 2100 Euro im Kalenderjahr angehoben. Für Spenden bis zu 200 Euro reicht künftig ein einfacher Bareinzahlungsbeleg oder eine Buchungsbestätigung als Nachweis aus.

Die Höchstgrenzen für den Spendenabzug werden angehoben und vereinheitlicht: Von bisher fünf Prozent (oder 10 Prozent) auf einheitlich 20 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte.

Der Höchstbetrag für die Ausstattung von Stiftungen mit Kapital (Vermögensstockspenden) werden von 307.000 Euro auf eine Million Euro angehoben. Dies gilt dann nicht mehr nur im Gründungsjahr, sondern generell.

Die Besteuerungsgrenze für wirtschaftliche Betätigungen von gemeinnützigen Körperschaften wird von jeweils 30.678 Euro auf 35.000 Euro angehoben. Das gilt auch für die so genannte Zweckbetriebsgrenze bei sportlichen Veranstaltungen. So besteht beispielsweise keine Steuerpflicht für eine Vereinsgaststätte, wenn die jährlichen Einnahmen unter diesem Betrag bleiben.